Unsere Ausrichtung

Grundlagen

Als Kriterien der authentischen Lehre bzw. auch als Richtschnur für die zeitgemäße Form ihrer Verkündigung und praktischen Verwirklichung beziehen wir uns auf:

  • die Heilige Schrift in ihrer unlöslichen Verbindung mit der lebendigen kirchlichen Glaubensüberlieferung, beides gedeutet entsprechend den in der Konstitution "Dei Verbum" des 2. Vatikanischen Konzils ausgesagten Prinzipien:
  • "Von den Büchern der Schrift ist zu bekennen, dass sie sicher, getreu und ohne Irrtum die Wahrheit lehren, die Gott um unseres Heiles willen in den heiligen Schriften aufgezeichnet haben wollte" (Nr. 11).
    "Die Kirche ... hält daran fest, dass die ... vier Evangelien, deren Geschichtlichkeit sie ohne Bedenken bejaht, zuverlässig überliefern, was Jesus, der Sohn Gottes, in seinem Leben unter den Menschen zu deren ewigem Heil wirklich getan und gelehrt hat" (Nr. 19).
    "Die Heilige Überlieferung und die Heilige Schrift sind eng miteinander verbunden und haben aneinander Anteil. Demselben göttlichen Quell entspringend, fließen beide gewissermaßen in eins zusammen und streben demselben Ziel zu" (Nr. 9).
  • die Glaubensentscheidungen (dogmatischen "Definitionen") der Allgemeinen Konzilien und der Päpste;
  • die übrigen Äußerungen des kirchlichen Lehramtes, in ihrer Deutung und Gewichtung entsprechend den herkömmlichen Regeln der katholischen Theologie.
  • Bezugspunkte

    Als ein hilfreiches Arbeitsmittel für die Anwendung unserer Kriterien benutzen und empfehlen wir den "Katechismus der Katholischen Kirche".

    Als Richtschnur für die ideelle Ausrichtung und die praktische Durchführung der religiösen und moralischen Bildungsarbeit betrachten wir die Erklärung des 2. Vatikanischen Konzils über die christliche Erziehung sowie das päpstliche Rundschreiben "Catechesi Tradendae" (1979).

    Was den Bereich Liturgie und Sakramententheologie betrifft, verweisen wir als Grundlagen unserer Arbeit auf die Liturgiekonstitution des 2. Vatikanischen Konzils, die "Grundordnung des Römischen Messbuchs", die Einführung in die übrigen geltenden liturgischen Bücher sowie den einschlägigen Abschnitt des erwähnten Katechismus (Nr. 1066-1690).

    Tätigkeiten

    Zur Verwirklichung unserer Ziele bemühen wir uns um Förderung der religiösen und theologischen Bildungsarbeit. Insbesondere untersuchen wir Bücher, Mappen und Programme für Gemeindekatechese, schulischen Religionsunterricht, religiöse und moralische Jugend- und Erwachsenenbildung und beurteilen sie im Blick auf die genannten Kriterien.

    Die überwiegend positiv bewerteten Materialien und Aktivitäten versuchen wir zu fördern, vor den anderen warnen wir und suchen den Dialog mit den Bischöfen, um zu erreichen, dass zu Unrecht erteilte Zulassungen widerrufen werden.

    Zu wichtigen Themen, die in der genannten Literatur häufig wiederkehren und deren Behandlung uns in vielen Fällen defizitär erscheint, veröffentlichen wir Handreichungen, von denen wir meinen, dass sie auf allen Ebenen der religiösen Jugend- und Erwachsenenbildung verwertbar sind.

    Offenheit

    Grundsätzlich gilt für uns, dass wir uns mit einem Lehrbuch oder einer Mappe nur dann befassen, wenn sie den zu vermittelnden Inhalt in zeitgemäßer Aufmachung, Diktion und Didaktik zur Sprache bringen.

    Auch bei unseren kritischen Stellungnahmen bemühen wir uns, jeweils zuerst das Positive, das wir in einem Werk finden, zu benennen und zu würdigen. Ebenso versuchen wir aus jedem Bereich neben Materialien, die wir insgesamt negativ bewerten müssen, auch solche für eine Beurteilung auszuwählen, die wir aufs Ganze gesehen empfehlen können.